RABENVÖGEL:

Intelligente Schönheiten - Mythos und Wahrheit

Alfred Hitchcock: The Birds

Filmklassiker von Alfred Hitchcock, dem Meister des spannungsgeladenen Thrillers. In dem Werk von 1963 greifen plötzlich Vögel, sozusagen aus heiterem Himmel, Menschen an. Am Anfang sind es Möwen, später auch Raben, die in der Bodega Bay nördlich von San Francisco ihrem mörderischen Geschäft gleich scharenweise nachgehen. Hunderte zahmer Vögel kamen zum Einsatz, die teilweise tatsächlich auf die Hauptdarstellerin Tippi Hedren losgingen und sie verletzten. Die Dreharbeiten mussten deswegen unterbrochen werden. Die Qualität des Films ist unbestritten – auch heute noch ein Meilenstein der Filmgeschichte.

Die Vögel (Originaltitel: The Birds) ist ein Spielfilm von Alfred Hitchcock aus dem Jahr 1963, der auf der gleichnamigen Kurzgeschichte der englischen Schriftstellerin Daphne du Maurier von 1952 basiert. Der Film gilt als Klassiker des Horrorfilms. Der amerikanische Kinostart war am 28. März 1963, der deutsche Kinostart am 20. September 1963.

Handlung

In einer Zoohandlung in San Francisco lernt der Anwalt Mitch Brenner die verwöhnte und selbstbewusste, bisweilen arrogante Melanie Daniels kennen und spielt ihr einen Streich. Diese scheint von seinem frechen Auftreten jedoch recht angetan und möchte ihn darum mit einem Besuch in dessen Wochenendhaus in Bodega Bay überraschen. An der Küste wird sie von einer Möwe angegriffen und am Kopf verletzt. Melanie beschließt zu bleiben und kommt in einem Zimmer neben der Schule unter, wo sie die Lehrerin Annie, eine ehemalige Geliebte Mitchs, kennenlernt. Annie warnt sie vor Mrs. Brenner, Mitchs herrschsüchtiger Mutter, die Angst hat, dass ihr Sohn das heimische Nest wegen einer Frau verlassen könnte.

Am nächsten Tag kommt es bei der Geburtstagsfeier von Mitchs kleiner Schwester Cathy zu einem weiteren Angriff von Vögeln. Zu Dutzenden stürzen sie sich auf die Kinder herab und hacken ihnen auf Köpfe und Gesichter. Später am Abend dringen ganze Scharen von Vögeln durch den Kamin in das Haus der Brenners ein. Als Mrs. Brenner am nächsten Morgen einen Nachbarn besuchen möchte, entdeckt sie das erste Todesopfer der Vögel: Die Leiche des Farmers liegt mit ausgehackten Augen im Schlafzimmer.

Im weiteren Verlauf des Films häufen sich die Angriffe der Vögel und nehmen an Aggressivität zu. Annie wird beim Versuch, Mitchs Schwester zu retten, von Vögeln getötet. Schockiert verbarrikadieren sich die Brenners in ihrem Haus, doch die zugenagelten Türen und Fenster bieten kaum ausreichend Schutz. Bei einem Angriff auf dem Dachboden kommt Melanie beinahe zu Tode. Da Melanie ärztliche Hilfe benötigt und die Lage im Haus aussichtslos geworden ist, machen sich die vier Protagonisten gemeinsam auf den Weg nach draußen. Dort bietet sich ihnen ein apokalyptisches Bild: Die gesamte Landschaft ist voll von abertausenden wartenden Vögeln. Langsam fahren sie einem ungewissen Ende entgegen.

Suspense

In einer beklemmenden Szene des Films zeigt sich Hitchcocks Handschrift zum Aufbau von Spannung: Melanie Daniels wartet vor der Schule auf den Beginn der Pause. (Dabei fällt unter anderem auf, dass alle Aufgaben, die an der Tafel stehen ungelöst sind, Experten deuten dies als Anspielung Hitchcocks auf den ungelösten Ausgang des Filmes) Sie möchte sich davon vergewissern, dass in der Schule alles in Ordnung ist, und nimmt auf einer Bank Platz, hinter der sich ein Spielplatz mit einem Klettergerüst befindet. Nach kurzer Zeit setzt sich – von Melanie unbemerkt – eine Krähe auf das Gerüst. Die folgenden Schnitte zeigen abwechselnd Melanie und das Klettergerüst, auf dem sich mehr und mehr Krähen niederlassen. Zu hören ist nur der Gesang der Schulkinder (der Song Risselty Rosselty wurde vom schottischen Volkslied The Wee Cooper O’ Fife abgeleitet), die damit offenbar ihren Schultag beschließen. Das Klettergerüst füllt sich sehr schnell, aber erst eine vereinzelte Krähe, deren Flug Melanie argwöhnisch verfolgt, lässt sie endlich die drohende Gefahr in ihrem Rücken erkennen.

Updated: 11/10/2015 — 0:40
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